Einer der Hauptindikation, bei denen eine endoprothetische Versorgung nicht in Frage kommt, sind Tumore im Knie.
Hierfür wurde eine Sonderform der Amputation entwickelt und zwar von Joseph Borggreve, zunächst als Behandlungsoption bei Unfällen. Bei der klassischen Umkehrplastik (Typ A1) wird der Oberschenkel oberhalb des Kniegelenks, der Unterschenkel unterhalb des Kniegelenks durchtrennt, je nach Größe des Tumors. Bei einer Oberschenkelamputation wird der Unterschenkel mit dem Schienbein am Oberschenkel befestigt, sodaß der Fuß nach hinten zeigt. Die Gefäße werden wieder verbunden und damit ein voll belastbarer Stumpf geschaffen. Das obere Sprunggelenk dient damit als Kniegelenk.

